Grundlagen · 11 Min. Lesezeit

Website-Verfügbarkeit berechnen: Formel, Beispiele, Fallen

Kurz erklärt

Die Verfügbarkeit einer Website berechnen Sie als Anteil erfolgreicher Prüfungen an allen gewerteten Prüfungen: Verfügbarkeit in % = erfolgreiche Prüfungen ÷ gewertete Prüfungen × 100. Bei 8.640 Prüfungen in 30 Tagen und 14 Fehlschlägen ergibt das 99,838 %. Das Ergebnis ist eine Stichprobenquote, keine sekundengenaue Messung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Formel: (erfolgreiche Prüfungen ÷ gewertete Prüfungen) × 100; geplante Wartung wird nicht mitgezählt.
  • Die Zahl der Prüfungen ergibt sich aus dem Intervall: 5 Minuten = 8.640 Prüfungen in 30 Tagen, 1 Minute = 43.200.
  • Ausfallzeit lässt sich nur näherungsweise ableiten: Fehlschläge × Intervall.
  • Prüfungen, bei denen das Messsystem selbst gestört war, gehören nicht in die Rechnung.
  • Mehrere Monitore dürfen Sie nicht einfach mitteln, sondern müssen nach Prüfungszahl gewichten oder Zeitanteile summieren.
  • Ohne Zeitraum und Messmethode ist jede Verfügbarkeitszahl nicht vergleichbar.

Wie lautet die Formel zur Berechnung der Verfügbarkeit?

Es gibt zwei gleichwertige Sichtweisen, je nachdem, ob Sie Zeit oder Stichproben zählen:

Verfügbarkeit (%) = (Gesamtzeit − Ausfallzeit) ÷ Gesamtzeit × 100

Verfügbarkeit (%) = erfolgreiche Prüfungen ÷ gewertete Prüfungen × 100

Die erste Variante ist die Definition, die in Verträgen und Service-Level-Vereinbarungen steht. Die zweite ist die, die ein Monitoring tatsächlich berechnen kann, denn ein Monitor kennt keine Sekunden, sondern nur Stichproben im Abstand des Intervalls. Beide Ergebnisse stimmen überein, wenn Ausfälle lang gegenüber dem Intervall sind und gleichmäßig erfasst werden – bei sehr kurzen Störungen weichen sie voneinander ab (dazu unten mehr).

Zum Einstieg in die Begriffe lesen Sie Was bedeutet Uptime?; dieser Artikel konzentriert sich auf die Rechnung selbst.

Wie viele Prüfungen entstehen je Intervall?

Bevor Sie rechnen, brauchen Sie die Zahl der Prüfungen im Zeitraum. Sie folgt direkt aus dem Intervall:

IntervallPrüfungen pro TagPrüfungen in 7 TagenPrüfungen in 30 Tagen
1 Minute1.44010.08043.200
5 Minuten2882.0168.640
10 Minuten1441.0084.320
15 Minuten966722.880
30 Minuten483361.440
60 Minuten24168720

Daraus ergibt sich zugleich, wie fein die Zahl auflöst: Bei 60-Minuten-Intervall kostet ein einziger Fehlschlag in 30 Tagen 1 ÷ 720 = 0,139 Prozentpunkte; bei 1 Minute nur 0,0023. Je größer das Intervall, desto grober wird die Messung.

Wie sieht ein vollständiges Rechenbeispiel aus?

Beispielrechnung

Ein Monitor prüft alle 5 Minuten. Zeitraum: 30 Tage → 8.640 Prüfungen. Während des Zeitraums gibt es zwei Störungen: eine mit 9 aufeinanderfolgenden und eine mit 5 aufeinanderfolgenden Fehlschlägen, insgesamt 14.

Verfügbarkeit = (8.640 − 14) ÷ 8.640 × 100 = 8.626 ÷ 8.640 × 100 = 99,838 %.

Näherung der Ausfallzeit: 14 × 5 Minuten = 70 Minuten. Zum Vergleich über die Zeitformel: 70 ÷ 43.200 = 0,162 % Ausfall → 99,838 %. Beide Wege führen zum selben Wert, weil das Intervall konstant war.

Das 99,9-%-Ziel (43,2 Minuten) wurde damit um etwa 27 Minuten verfehlt.

Wer vorab wissen will, wie viele Fehlschläge ein Ziel erlaubt, rechnet rückwärts:

erlaubte Fehlschläge = Prüfungen × (1 − Ziel/100)

Bei 8.640 Prüfungen und 99,9 %: 8.640 × 0,001 = 8,64 – also höchstens 8 Fehlschläge (ca. 40 Minuten bei 5-Minuten-Intervall). Das ist das Fehlerbudget, das Sie im Betrieb „ausgeben“ können (siehe SLA, SLO und SLI erklärt).

Was zählt als „gewertete“ Prüfung?

Die Formel steht und fällt mit dem Nenner. Nicht jede Prüfung gehört hinein:

  • Wartungsfenster: Angekündigte, geplante Arbeiten werden üblicherweise herausgerechnet. Sie müssen das offen ausweisen; Details in Wartungsfenster planen.
  • Pausierte Zeiträume: War ein Monitor angehalten, gab es keine Messung. Fehlende Messungen sind weder Erfolg noch Fehlschlag.
  • Störungen des Messsystems: Ist der Monitor selbst offline oder hat er ein Netzproblem, darf das nicht der Website angelastet werden. Fachlich sauber ist es, solche Prüfungen auszuschließen oder über mehrere Standorte abzusichern.
  • Zeiträume vor dem Monitorstart: Ein Monitor, der seit vier Tagen läuft, hat keine 30-Tage-Verfügbarkeit. Ein ehrlicher Bericht kennzeichnet den Wert als unvollständig, statt die fehlende Zeit als 100 % zu behandeln.

Ebenso wichtig ist der Zähler: Was ist ein „Erfolg“? Üblicherweise ein erlaubter Statuscode innerhalb des Zeitlimits, bei Keyword-Monitoren zusätzlich der erwartete Text. Je strenger die Erfolgsdefinition, desto niedriger die Verfügbarkeit – aber desto näher an der Besuchererfahrung (HTTP-Statuscodes erklärt).

Wie rechnen Sie Verfügbarkeit in Ausfallzeit um – und zurück?

Für Gespräche mit Hoster oder Kunden sind Minuten anschaulicher als Prozent. Die Umrechnungen:

GesuchtFormelBeispiel
Ausfallzeit aus ProzentZeitraum × (1 − V/100)30 Tage, 99,7 % → 43.200 × 0,003 = 129,6 Min.
Prozent aus Ausfallzeit(1 − Ausfall ÷ Zeitraum) × 10095 Min. in 30 Tagen → (1 − 95/43.200) × 100 = 99,780 %
Ausfallzeit aus FehlschlägenFehlschläge × Intervall6 × 10 Min. = 60 Min.
Erlaubte FehlschlägePrüfungen × (1 − Ziel/100)4.320 × 0,001 = 4,3 → 4 Fehlschläge

Beachten Sie die Unschärfe der dritten Zeile: Ein Monitor mit 10-Minuten-Intervall kann eine Störung von 11 Minuten mit 1 oder 2 Fehlschlägen erfassen, je nachdem, wann sie beginnt. Die rechnerisch abgeleitete Ausfallzeit hat daher eine Genauigkeit von etwa ± einem Intervall pro Störung.

Wie mitteln Sie die Verfügbarkeit mehrerer Monitore oder Zeiträume?

Ein häufiger Fehler ist das arithmetische Mittel von Prozentwerten. Hatte Monitor A 8.640 Prüfungen mit 99,9 % und Monitor B nur 720 Prüfungen mit 95 %, ist das einfache Mittel (97,45 %) irreführend. Richtig ist die Gewichtung nach Prüfungszahl:

Beispielrechnung

Monitor A: 8.640 Prüfungen, davon 9 Fehlschläge (99,896 %). Monitor B: 720 Prüfungen, davon 36 Fehlschläge (95 %). Gesamt: (8.640 + 720 − 9 − 36) ÷ (8.640 + 720) = 9.315 ÷ 9.360 = 99,519 %. Das einfache Mittel läge bei 97,45 % und würde den kleinen Monitor B deutlich überbewerten.

Dasselbe gilt für die Zusammenfassung von Tageswerten zu einem Monatswert: Haben alle Tage gleich viele Prüfungen, dürfen Sie mitteln; fehlen einem Tag Messungen (Pause, Ausfall des Messsystems), müssen Sie gewichten. Für mehrere Teilsysteme einer Website, die alle funktionieren müssen, gilt dagegen die Multiplikation der Einzelverfügbarkeiten (Beispiel im Artikel Was bedeutet Uptime?).

Wie rechnen Sie selbst nach? Ein Beispiel mit Datenexport

Wenn Sie Rohdaten als CSV haben (zum Beispiel aus dem Bericht-Export), lässt sich die Verfügbarkeit mit wenigen Zeilen nachrechnen. Das folgende Beispiel geht von einer Datei mit den Spalten zeit und ok (1 = Erfolg, 0 = Fehlschlag) aus:

awk -F, 'NR>1 { n++; ok += $2 } END { printf "Prüfungen: %d, erfolgreich: %d, Verfügbarkeit: %.3f %%\n", n, ok, ok/n*100 }' pruefungen.csv

Die Gegenprobe ist wertvoll, weil sie zeigt, ob ein Bericht dieselbe Methodik anwendet, die Sie erwarten: Stimmt Ihr Wert mit dem Bericht überein, nur wenn Sie Wartungszeiten herausnehmen, dann rechnet der Bericht ohne Wartung. Das ist keine Abweichung, sondern eine Definition.

Rollierender Zeitraum oder Kalendermonat?

Dieselben Daten ergeben unterschiedliche Zahlen, je nachdem, wie Sie den Zeitraum schneiden. Ein rollierendes Fenster (zum Beispiel „die letzten 30 Tage“) verändert sich jeden Tag: Ein Ausfall fällt nach 30 Tagen aus der Berechnung, bis dahin belastet er jeden Tageswert. Ein Kalendermonat beginnt am Ersten bei null und lässt einen Ausfall am Monatsende nicht mehr „verblassen“. Beides ist legitim – wichtig ist, dass Sie nicht beides vermischen.

Für Verträge ist meist der Kalendermonat üblich, für den laufenden Betrieb ist ein rollierendes Fenster nützlicher, weil es jederzeit aussagt, wie viel Budget noch übrig ist. Wenn Sie Kunden einen Monatsbericht schicken, nennen Sie den Zeitraum ausdrücklich („01.–31.10.2026“).

Wie genau ist die berechnete Zahl überhaupt?

Zwei Effekte begrenzen die Genauigkeit: die Stichprobenauflösung (Intervall) und das Bestätigungsverfahren. Pro Störung kann die gemessene Ausfallzeit um etwa ein Intervall nach oben oder unten vom wahren Wert abweichen. Das kann man abschätzen:

Beispielrechnung

Im Monat treten 3 Störungen auf. Das Intervall beträgt 5 Minuten. Die Unsicherheit der Ausfalldauer liegt je Störung bei etwa ± 5 Minuten, insgesamt also bei bis zu ± 15 Minuten. Bei 43.200 Minuten entspricht das ± 0,035 Prozentpunkten. Gemessen: 99,90 % – wahrer Wert wahrscheinlich zwischen 99,87 % und 99,93 %. Bei Intervall 60 Minuten wäre die Spanne zwölfmal so groß (± 180 Minuten, ± 0,42 Prozentpunkte). Grobe Intervalle sind also vor allem für Ziele mit mehreren Neunen ungeeignet.

Die Faustregel: Das Intervall sollte höchstens ein Zehntel der kürzesten Störung betragen, die Sie noch erkennen wollen, und das Ausfallbudget sollte deutlich größer sein als die Summe der Unsicherheiten. Wer ein Ziel von 99,99 % (4,3 Minuten pro Monat) mit einem 5-Minuten-Intervall bewertet, misst im Rauschen.

Häufige Fehler bei der Berechnung

FehlerAuswirkungGegenmaßnahme
Fehlende Messungen als Erfolg zählenVerfügbarkeit zu hochNur tatsächlich durchgeführte Prüfungen im Nenner
Wartung nicht herausrechnen (oder ohne Hinweis herausrechnen)Zu niedrig bzw. zu beschönigendWartungsfenster eintragen und Ausweisung offenlegen
Prozentwerte ungewichtet mittelnVerzerrtes GesamtergebnisNach Prüfungszahl gewichten
Ausfalldauer aus Fehlschlägen exakt behauptenScheingenauigkeit„ca.“ angeben, Intervall nennen
Einzelnen Fehlschlag sofort als Ausfall zählenNetzwerk-Aussetzer verfälschen den WertSofortige Wiederholung und Bestätigung verlangen
Zu kurzen Zeitraum bewertenZufallsergebnisse (1 Fehlschlag in 20 Prüfungen = 95 %)Mindestens 7 bis 30 Tage betrachten
Rundungsfehler bei vielen Neunen99,95 % und 99,9 % wirken gleichMit drei Nachkommastellen oder in Minuten rechnen

Grenzen und Einordnung

Die berechnete Verfügbarkeit ist nur so gut wie die Messung dahinter. Drei Grenzen sollten Sie kennen. Erstens: Ein Monitor sieht nur Zeitpunkte. Eine Störung von drei Minuten zwischen zwei Prüfungen im 5-Minuten-Takt fließt nicht ein; umgekehrt kann eine zufällig getroffene Minute einen ganzen Intervallblock als Fehlschlag färben. Über viele Störungen mitteln sich diese Effekte weitgehend heraus, im Einzelfall aber nicht. Zweitens: Erfolg heißt „die Prüfregel ist erfüllt“, nicht „alles funktioniert“. Ein Monitor ohne Inhaltsprüfung wertet eine freundlich formatierte Fehlerseite mit Status 200 als Erfolg. Drittens: Ein einzelner Messstandort kann durch Probleme im eigenen Netz Störungen vortäuschen oder regionale Probleme übersehen. Mehr dazu in Grenzen automatischer Website-Prüfungen. Rechtlich verbindliche Berechnung für Vertragsstrafen oder SLA-Gutschriften richtet sich nach dem jeweiligen Vertrag; klären Sie das mit Fachleuten.

Wie gehen Sie mit unvollständigen Daten und Lücken um?

In echten Datenreihen gibt es Lücken: Der Monitor war pausiert, das Messsystem hatte eine Störung, ein Standort lieferte keine Antwort. Vier Regeln helfen, sauber zu bleiben:

  • Lücke ist nicht gleich Erfolg. Fehlt eine Messung, wird sie weder als erfolgreich noch als fehlgeschlagen gezählt; sie fehlt im Nenner.
  • Lücke ist nicht gleich Ausfall. Wenn der Monitor selbst gestört war, darf die Website nicht dafür bestraft werden.
  • Lücken sichtbar machen. Berichte sollten ausweisen, wie viele Prüfungen im Zeitraum tatsächlich stattfanden, etwa „8.512 von erwarteten 8.640“.
  • Nachvollziehbar bleiben. Ein Prüfprotokoll je Messung erlaubt, einen strittigen Wert später Zeile für Zeile zu prüfen.

Wer die Verfügbarkeit gegenüber Kunden oder Auftraggebern belegen muss, sollte diese Angaben mitliefern; sie schaffen Vertrauen, weil sie die Zahl überprüfbar machen. Für das Berichtswesen von Agenturen siehe Mehrere Websites und Kunden überwachen.

Checkliste für belastbare Verfügbarkeitszahlen

  1. Zeitraum festlegen (rollierend 30 Tage oder Kalendermonat) und konsequent beibehalten.
  2. Erfolgsdefinition schriftlich festhalten: erlaubte Statuscodes, Zeitlimit, ggf. Keyword.
  3. Intervall wählen, das zur gewünschten Auflösung passt (Faustregel: Intervall kleiner als die kürzeste relevante Störung).
  4. Wartung als Fenster erfassen, nicht durch Pausieren „verstecken“.
  5. Prüfungen mit Fehlern des Messsystems ausschließen oder per Mehrheitsentscheid absichern.
  6. Mehrere Werte nach Prüfungszahl gewichten.
  7. Werte mit Zeitraum, Intervall und Methode veröffentlichen.

Wie berechnet UPTIMESHIELD die Verfügbarkeit?

UPTIMESHIELD rechnet nach der zweiten Formel: erfolgreiche Prüfungen ÷ gewertete Prüfungen (ohne Wartungszeit). Werte werden für 24 Stunden sowie 7, 30, 90 und 365 Tage ausgewiesen. Bis einschließlich 7 Tage stammen sie aus den Rohdaten, darüber aus der Tagesverdichtung, die 400 Tage erhalten bleibt. Zeiträume, in denen der Monitor noch nicht bestand, kennzeichnet das System als unvollständig. Eine fehlgeschlagene Prüfung wird sofort einmal wiederholt; erst wenn auch die Wiederholung scheitert, wird ein Fehlschlag gespeichert. Die vollständige Beschreibung steht auf der Seite Messmethodik.

Im Dashboard legen Sie je Monitor ein SLA-Ziel fest und sehen das Fehlerbudget für 30 Tage; Berichte als PDF, CSV oder JSON sowie den Monatsbericht gibt es in Pro und Max (siehe Funktionen). Welche Prüfintervalle in welchem Tarif verfügbar sind, zeigt die Seite Preise.

Quellen und weiterführende Standards

Externe Links führen zu den Original-Spezifikationen und offiziellen Dokumentationen. Die Einordnung und die Beispielrechnungen stammen aus der Messmethodik von UPTIMESHIELD.

Selbst prüfen: Testen Sie jetzt, ob Ihre Website erreichbar ist und wie schnell sie antwortet – mit dem Uptime Checker.

Häufige Fragen zum Thema

Wie berechnet man die Verfügbarkeit einer Website in Prozent?
Teilen Sie die Zahl erfolgreicher Prüfungen durch die Zahl aller gewerteten Prüfungen und multiplizieren Sie mit 100. Beispiel: 8.626 erfolgreiche von 8.640 Prüfungen ergeben 99,838 %.
Wie rechne ich Verfügbarkeit in Ausfallminuten um?
Ausfallzeit = Zeitraum × (1 − Verfügbarkeit/100). Bei 99,9 % und 30 Tagen (43.200 Minuten) sind das 43,2 Minuten. Aus Monitoring-Daten lässt sich die Ausfallzeit näherungsweise als Zahl der Fehlschläge mal Intervall berechnen.
Wie viele Prüfungen braucht eine aussagekräftige Verfügbarkeit?
Je mehr, desto besser. Bei 5-Minuten-Intervall sind es 288 Prüfungen pro Tag und 8.640 in 30 Tagen. Werte aus wenigen Dutzend Prüfungen sollten nicht überbewertet werden, weil ein einzelner Fehlschlag sie stark bewegt.
Zählt geplante Wartung in die Verfügbarkeit?
Üblicherweise nicht: Angekündigte Wartungsfenster werden herausgerechnet. Das sollte offen ausgewiesen werden, denn für Besucher ist die Seite in dieser Zeit trotzdem nicht erreichbar.
Warum weicht meine Verfügbarkeit von der Angabe meines Hosters ab?
Der Hoster misst meist eigene Infrastruktur, Sie messen Ihre Anwendung von außen. Auch Definition von Ausfall, Wartungsausschluss, Messintervall und Zeitraum unterscheiden sich oft. Vergleichbar sind Zahlen nur bei gleicher Methodik.
Kann die berechnete Verfügbarkeit „falsch“ sein?
Sie ist eine Stichprobenquote und kann kurze Ausfälle zwischen zwei Prüfungen übersehen oder Störungen am Messpunkt fälschlich als Ausfall werten. Mit mehreren Standorten, Bestätigung durch Wiederholung und kürzerem Intervall lässt sich die Abweichung verringern, aber nicht ganz beseitigen.