Monitortypen: HTTP, API, SSL, DNS, TCP, Heartbeat & Domain

Acht Prüfarten für Websites, APIs, Zertifikate, DNS-Einträge, Ports und Cronjobs – was jeder Typ prüft, wann er passt und wo seine Grenzen liegen.

Kurz erklärt

UPTIMESHIELD kennt zehn Monitortypen: HTTP/HTTPS, Keyword, API/JSON, SSL-Zertifikat, DNS, TCP-Port, Heartbeat, Domain-Ablauf, Inhalts-Änderung und Mehrschritt-Ablauf. HTTP und Keyword sichern die Erreichbarkeit einer Seite, API/JSON prüft Antwortinhalte, SSL und DNS die Infrastruktur, TCP-Port einzelne Dienste und Heartbeat Cronjobs, die selbst melden müssen.

TypPrüftTypischer Einsatz
HTTP/HTTPSStatuscode, Antwortzeit, WeiterleitungenStartseite, Landingpages
KeywordText im Antwort-BodyFehlerseiten mit Status 200, Footer, Login
API/JSONWert an JSON-PfadREST-Endpunkte, Health-Checks
SSL-ZertifikatKette, Hostname, RestlaufzeitZertifikatsablauf
DNSA, AAAA, CNAME, MX, NS, TXTUmzug, Mail-Zustellung
TCP-PortVerbindung zu einem DienstportSMTP, IMAP, SSH, DNS-Server
HeartbeatEingehender PingCronjobs, Backups, Skripte
Domain-AblaufAblaufdatum per RDAPVerlängerung rechtzeitig sichern
Inhalts-ÄnderungSichtbarer Text einer SeitePreise, Impressum, Defacement
Mehrschritt-AblaufLogin, Warenkorb, Formular in SchrittenKritische Nutzerpfade

Für alle Typen gelten die gleichen Grundregeln: Prüfintervalle von 1, 5, 10, 15, 30, 60 Minuten (kostenloses Solo-Konto ab 10 Minuten), Wiederholungsprüfung bei Fehlschlag und Bestätigung der Störung nach 2 aufeinanderfolgenden Fehlschlägen (einstellbar). Details stehen in der Messmethodik.

HTTP/HTTPS-Monitor

Der Basistyp: ruft eine URL auf und bewertet den Statuscode. Einstellbar sind die akzeptierten Statuscodes, die Methode (GET oder HEAD), ob Weiterleitungen verfolgt werden und eigene Header (zum Beispiel für geschützte Endpunkte; sie werden verschlüsselt gespeichert). Erfasst werden Antwortzeit mit Teilwerten und Statuscode.

Wann: für jede Startseite und jeden wichtigen Einstiegspunkt. Grenze: ein Statuscode 200 sagt nichts über den Inhalt; eine Fehlermeldung mit „200 OK“ bleibt unentdeckt. Dafür gibt es den Keyword-Monitor.

Keyword-Monitor

Wie HTTP, prüft aber zusätzlich den Antwort-Body: Ein Text muss enthalten sein (zum Beispiel ein Satz im Footer) oder darf nicht enthalten sein (zum Beispiel „Datenbankfehler“). Gelesen werden die ersten 256 KB der Antwort.

Wann: bei Anwendungen, die Fehler mit Status 200 ausliefern, und zur Kontrolle, dass wirklich die erwartete Seite erscheint. Grenze: Texte, die erst per JavaScript im Browser entstehen, sind im ausgelieferten HTML nicht enthalten.

API/JSON-Monitor

Ruft einen Endpunkt auf, parst die JSON-Antwort und prüft den Wert an einem JSON-Pfad mit einem Operator: exists, eq, neq, contains, gt oder lt. So lässt sich etwa kontrollieren, dass status gleich ok ist oder queue.length kleiner als ein Grenzwert bleibt.

Wann: für Health-Endpunkte und APIs. Grenze: Es wird nur die ausgelieferte Antwort bewertet, nicht die Korrektheit der dahinterliegenden Daten. Mehrstufige Abläufe mit Anmeldung sind nicht abbildbar.

SSL-Zertifikat-Monitor

Baut eine strikte TLS-Verbindung auf und prüft Zertifikatskette und Hostname sowie die Restlaufzeit. Warnungen gehen bei 30, 14, 7, 3, 1 Tagen vor Ablauf hinaus (Ereignis ssl_warning). Solange das Zertifikat bald abläuft, steht der Status auf „Beeinträchtigt“.

Wann: für jede HTTPS-Domain, besonders bei automatischer Erneuerung. Grenze: Geprüft wird das Zertifikat, das unter dem Hostnamen ausgeliefert wird; ein CDN kann ein anderes zeigen als der Ursprungsserver. Mehr: SSL-Überwachung.

DNS-Monitor

Fragt einen Eintrag ab: A, AAAA, CNAME, MX, NS oder TXT. Optional kann ein erwarteter Wert hinterlegt werden; weicht die Antwort ab, schlägt die Prüfung fehl. Ohne erwarteten Wert genügt, dass der Eintrag auflösbar ist.

Wann: bei Umzügen, für Mail-Einträge (MX, TXT für SPF) und gegen unbemerkte Änderungen. Grenze: Resolver zwischenspeichern Antworten bis zum Ablauf der TTL; eine Änderung wird daher nicht überall gleichzeitig sichtbar. Siehe DNS-Fehler erkennen und beheben.

TCP-Port-Monitor

Öffnet eine TCP-Verbindung zu Host und Port. Erlaubt sind 21, 22, 25, 53, 80, 110, 143, 443, 465, 587, 993, 995, 8080, 8443, also typische Ports für FTP, SSH, SMTP, DNS, HTTP(S), POP3, IMAP und ihre verschlüsselten Varianten.

Wann: für Mailserver, SSH-Zugänge und andere Dienste ohne HTTP. Grenze: Eine offene Verbindung heißt nicht, dass der Dienst korrekt arbeitet; es wird kein Protokolldialog geführt.

Heartbeat-/Cron-Monitor

Hier prüft nicht UPTIMESHIELD Ihr System, sondern Ihr System meldet sich: Jeder Monitor erhält eine Ping-URL /ping/{token}/, die per GET, POST oder HEAD ohne Authentifizierung aufgerufen werden kann. Bleibt der Ping aus, löst der Monitor Alarm aus. Intervalle: 5, 10, 15, 30, 60, 120, 360, 720 oder 1440 Minuten plus 5 Minuten Karenzzeit. Bis zum ersten Ping steht der Status auf „Unbekannt“.

Wann: für Cronjobs, Backups, Importe und Wartungsskripte. Grenze: Der Monitor hängt vom Ping-Sender ab: Fällt der Server des Skripts aus oder ist das Netz gestört, bleibt der Ping aus, auch wenn der Job lief. Umgekehrt beweist ein Ping nur, dass das Skript bis zur Ping-Zeile kam. Anleitung: Cronjobs mit Heartbeat überwachen.

Domain-Ablauf-Monitor

Fragt das Ablaufdatum Ihrer Domain über RDAP ab, den Nachfolger von WHOIS, und warnt bei 60, 30, 14, 7, 1 Tagen vor Ablauf sowie nach Ihrer eigenen Schwelle (Standard 30 Tage). Ist die Domain abgelaufen oder nicht mehr registriert, entsteht eine Störung mit Alarm. Abgefragt wird höchstens alle sechs Stunden.

Wann: für jede Domain, deren Verlängerung manuell läuft oder bei einem anderen Dienstleister liegt. Grenze: Nicht jede Endung veröffentlicht ein Ablaufdatum; bei .de bestätigt der Monitor nur die Registrierung. Er ersetzt keine Verlängerung beim Registrar.

Inhalts-Änderungs-Monitor

Vergleicht den sichtbaren Text einer Seite (Skripte und Styles bleiben außen vor) mit der letzten Prüfung und meldet Abweichungen mit den neuen und entfernten Textstellen. Optional auf einen Bereich (#id, .klasse, Tag) beschränkt, mit Mindest-Änderung in Prozent und der Option, Zahlen zu ignorieren. Die Seite bleibt dabei „online“, es gibt eine Benachrichtigung, keinen Ausfall. Ab Pro.

Wann: für Preisseiten, Impressum, Konkurrenz-Seiten oder als Frühwarnung vor gehackten Startseiten. Grenze: Dynamische Inhalte (Uhrzeiten, Zähler, Zufallsblöcke) lösen Fehlalarme aus; dafür gibt es den Bereich und „Zahlen ignorieren“.

Mehrschritt-Monitor

Führt bis zu 8 Anfragen nacheinander aus, mit gemeinsamen Cookies. Werte aus früheren Antworten (z. B. ein CSRF-Token per Muster oder json:pfad) lassen sich mit {{name}} in späteren Schritten verwenden. Jeder Schritt prüft Status und Text; im Prüfprotokoll steht die Zeit je Schritt. Zugangsdaten werden verschlüsselt gespeichert. Nur im Tarif Max.

Wann: für Login, Warenkorb, Bestellstrecke oder API-Abläufe. Grenze: Es wird kein JavaScript ausgeführt, nur HTTP-Anfragen; Captchas und Zwei-Faktor-Logins sind nicht prüfbar.

Alle Prüfungen sind Stichproben im Intervall. Ohne zusätzlich eingerichtete Messstandorte misst nur der Hauptstandort.

Häufige Fragen

Welche Monitortypen gibt es bei UPTIMESHIELD?

Zehn: HTTP/HTTPS, Keyword, API/JSON, SSL-Zertifikat, DNS, TCP-Port, Heartbeat, Domain-Ablauf, Inhalts-Änderung und Mehrschritt-Ablauf. Jeder Typ hat eigene Prüfkriterien und eigene Fehlerursachen, die im Prüfprotokoll stehen.

Welchen Monitortyp brauche ich für eine normale Website?

Mindestens einen HTTP- oder Keyword-Monitor für die Startseite. Sinnvoll ergänzen lassen sich ein SSL-Monitor für den Zertifikatsablauf und ein DNS-Monitor für kritische Einträge. Wer Cronjobs betreibt, nutzt zusätzlich Heartbeat-Monitore.

Wie funktioniert ein Heartbeat-Monitor?

Der Monitor erhält eine Ping-URL (/ping/{token}/). Ihr Cronjob ruft sie nach erfolgreichem Lauf per GET, POST oder HEAD auf. Bleibt der Ping über das gewählte Intervall plus 5 Minuten Karenzzeit aus, löst der Monitor Alarm aus. Der Ping braucht keine Authentifizierung.

Welche Ports darf ein TCP-Monitor prüfen?

Erlaubt sind 21, 22, 25, 53, 80, 110, 143, 443, 465, 587, 993, 995, 8080, 8443. Die Beschränkung verhindert, dass der Dienst als Portscanner missbraucht wird.

Gelten für alle Monitortypen die Sicherheitsregeln gegen SSRF?

Ja. Ziele müssen öffentlich erreichbar sein: Alle aufgelösten IP-Adressen werden geprüft, bei Web-Monitoren sind nur die Ports 80, 443, 8080 und 8443 zulässig, und Weiterleitungen werden bei jeder Station neu validiert.

Monitor einrichten

Wählen Sie im Dashboard den passenden Typ und starten Sie die Überwachung. Dafür genügt ein kostenloses Solo-Konto.