Glossar: Begriffe des Website-Monitorings

Uptime, SLA, MTTR, TTFB, p95, Heartbeat, Webhook, HMAC und mehr – kurz, präzise und im Zusammenhang mit UPTIMESHIELD erklärt.

Kurz erklärt

Das Glossar erklärt 30 Fachbegriffe des Website-Monitorings, darunter Uptime (Anteil der Zeit, in dem ein Dienst erreichbar ist), SLA, MTTR, TTFB, p95, Heartbeat, Mehrheitsentscheid, Webhook, HMAC und SSRF.

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Antwortzeit
Dauer einer Anfrage bis zur vollständigen Antwort. Sie ist nicht die Ladezeit einer Seite im Browser, die zusätzlich Rendering, Skripte und Bilder umfasst.
Beeinträchtigt
Status eines Monitors, der erreichbar ist, aber langsam antwortet oder dessen Zertifikat bald abläuft.
Cronjob
Zeitgesteuerte Aufgabe auf einem Server, zum Beispiel ein nächtliches Backup oder ein Import. Läuft sie unbemerkt nicht, hilft ein Heartbeat-Monitor.
DNS (Domain Name System)
System, das Domainnamen in IP-Adressen und weitere Angaben auflöst. UPTIMESHIELD prüft die Eintragstypen A, AAAA, CNAME, MX, NS und TXT.
Double-Opt-in
Verfahren, bei dem eine E-Mail-Adresse erst nach Klick auf einen Bestätigungslink freigeschaltet wird. Es schützt vor Eintragungen durch Dritte.
Downtime
Zeitraum, in dem ein Dienst nicht erreichbar ist oder fehlerhaft antwortet. Gegenstück zur Uptime.
Fehlalarm
Alarm ohne tatsächlichen Ausfall, etwa durch kurze Netzwerkstörungen auf dem Prüfweg. Wiederholungsprüfung, mehrere Fehlschläge in Folge und Mehrheitsentscheid reduzieren sie.
Heartbeat
Überwachungsprinzip, bei dem der überwachte Job selbst regelmäßig eine Ping-URL aufruft. Bleibt der Ping aus, wird alarmiert. Typisch für Cronjobs und Backups.
HMAC (Hash-based Message Authentication Code)
Verfahren, mit einem gemeinsamen Geheimnis die Echtheit einer Nachricht zu belegen. UPTIMESHIELD signiert Webhooks mit HMAC-SHA256.
Median
Mittlerer Messwert: Die Hälfte aller Messungen ist schneller, die andere langsamer. Weniger anfällig für Ausreißer als der Durchschnitt.
Mehrheitsentscheid
Regel bei mehreren Messstandorten: Eine Störung gilt nur, wenn mehr als die Hälfte der erreichbaren Standorte den Fehler bestätigt.
Messstandort
Ort, von dem aus geprüft wird. Der Hauptstandort ist der Server der Installation; zusätzliche Standorte bindet der Betreiber über die Probe-Schnittstelle ein.
Monitor
Eine konfigurierte Überwachung mit Ziel, Typ, Intervall und Alarmkanälen. UPTIMESHIELD kennt zehn Monitortypen.
MTBF (Mean Time Between Failures)
Durchschnittliche Zeit zwischen zwei Störungen. Zusammen mit der MTTR beschreibt sie, wie oft und wie lange ein Dienst ausfällt.
MTTR (Mean Time To Recovery)
Durchschnittliche Dauer von Beginn einer Störung bis zur Wiederherstellung. Je kürzer, desto besser; sie wird aus den geschätzten Störungsdauern gebildet.
p95 (95. Perzentil)
Wert, den 95 % aller Messungen unterschreiten. Er macht gelegentliche Einbrüche sichtbar, die der Median verbirgt.
Prüfintervall
Abstand zwischen zwei Prüfungen eines Monitors. Es bestimmt die Auflösung: Ausfälle, die kürzer sind als das Intervall, können unentdeckt bleiben.
Rate Limit
Begrenzung der Anfragen pro Zeitraum, die Missbrauch und Überlastung verhindert, zum Beispiel für API und Sofortprüfungen.
SLA (Service-Level-Agreement)
Vertraglich vereinbarte Dienstgüte, zum Beispiel eine Mindestverfügbarkeit von 99,9 % pro Monat samt Folgen bei Unterschreitung. Messwerte von UPTIMESHIELD dokumentieren, ersetzen aber keinen vertraglich vereinbarten Nachweis.
SSRF (Server-Side Request Forgery)
Angriff, bei dem ein Server dazu gebracht wird, Anfragen an interne oder geschützte Ziele zu senden. UPTIMESHIELD prüft deshalb alle aufgelösten IP-Adressen und jede Weiterleitung.
Statuscode (HTTP)
Dreistellige Antwort eines Webservers: 2xx steht für Erfolg, 3xx für Weiterleitung, 4xx für Clientfehler, 5xx für Serverfehler. Ein Monitor bewertet den Code gegen die Liste akzeptierter Statuscodes.
TCP-Port
Nummerierter Zugang eines Servers für einen Dienst, zum Beispiel 443 für HTTPS oder 25 für SMTP. Der TCP-Monitor prüft, ob eine Verbindung zustande kommt.
TLS/SSL
Verschlüsselungsprotokoll für HTTPS. „SSL“ ist die gebräuchliche Bezeichnung, technisch aktuell ist TLS. Das Zertifikat belegt die Identität des Servers und hat ein Ablaufdatum.
TTFB (Time To First Byte)
Zeit bis zum ersten Byte der Antwort. Sie zeigt, wie schnell der Server mit der Verarbeitung beginnt, und ist Teil der Gesamtantwortzeit.
TTL (Time To Live)
Zeit in Sekunden, die DNS-Resolver einen Eintrag zwischenspeichern dürfen. Eine hohe TTL verzögert die Wirkung von DNS-Änderungen.
Uptime
Anteil der Zeit, in dem ein Dienst erreichbar ist und korrekt antwortet, meist in Prozent über einen Zeitraum. Bei UPTIMESHIELD: erfolgreiche Prüfungen geteilt durch alle Prüfungen ohne Wartungszeit, multipliziert mit 100.
Wartungsfenster
Geplanter Zeitraum für Arbeiten, in dem ein Monitor keinen Alarm auslöst. Die Zeit zählt nicht in die Uptime, der Status lautet „Wartung“.
Webhook
HTTP-Aufruf, mit dem ein System ein Ereignis an eine vorgegebene URL meldet. UPTIMESHIELD sendet Alarme als JSON per POST.
Weiterleitung (Redirect)
Antwort, die den Client zu einer anderen Adresse schickt (zum Beispiel 301 oder 302). Der Monitor kann ihr bis zu 5 Stationen folgen und prüft jede Station neu.
Zertifikatskette
Abfolge von Zertifikaten vom Serverzertifikat über Zwischenzertifikate bis zur vertrauenswürdigen Wurzel. Ist sie unvollständig, melden manche Clients einen Fehler.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Uptime und Verfügbarkeit?

Im Alltag werden beide Begriffe meist gleich verwendet. Uptime bezeichnet den Anteil der Zeit, in dem ein Dienst läuft; Verfügbarkeit wird zusätzlich vertraglich definiert (SLA). UPTIMESHIELD nennt den Wert „Uptime“ und berechnet ihn als Erfolgsquote der Prüfungen.

Warum ist der p95 wichtiger als der Durchschnitt?

Der Durchschnitt wird von wenigen Ausreißern verzerrt. Der p95 zeigt, wie langsam die langsamsten 5 % der Anfragen waren, und erfasst damit die Erfahrung der Besucher in schlechten Momenten.

Wo finde ich Einsatzbeispiele zu den Begriffen?

Im Ratgeber, in der Messmethodik und auf der Seite Monitortypen.

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